
Jürgen Pomorin
Pomorin arbeitete zunächst als Bankkaufmann, ehe er Journalist wurde. Gemeinsam mit Reinhard Junge, Georg Biemann und H. P. Bordien schrieb er Reportagen über alte und neue Nazis in derBundesrepublik Deutschland. Als Redakteur des von der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) herausgegebenen Jugendmagazins Elan recherchierte er teilweise vor Ort, indem er sich getarnt in rechtsradikale Organisationen einschleuste. Er wurde aufgrund seines politischen Engagements im Juli 1974 unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen, worüber er in Rührt euch Kameraden - Tagebuch eines Wehrpflichtigen (Dortmund 1975) berichtete. Aufbauend auf diese Erfahrungen, schrieb er (unter dem Pseudonym Leo P. Ard) zusammen mit Reinhard Junge und Michael Illner Kriminalromane im Lokalkolorit seiner Heimat, des Ruhrgebiets. Unter demselben Pseudonym verfasste Pomorin auch zahlreiche Drehbücher für Kriminalreihen wie Balko, Tatort und Polizeiruf 110. Jürgen Pomorin lebt überwiegend in Manacor auf Mallorca; seine Lebensgefährtin und Co-Autorin Birgit Grosz starb im Oktober 2012.